Kooperationspartner
voestalpine

voestalpine Turnout Technology GmbH
A-8740 Zeltweg

<< [ Zurück ]


Einführung von Lean Smart Maintenance

Ziel

Im Rahmen dieses Projektes wurde ein IH-Assessment mit Kosten/Nutzen-Betrachtung der abgeleiteten Maßnahmen, sowie eine Digitalisierungsstrategie durchgeführt bzw. entworfen. Dadurch sollte verstärkt den Anforderungen eines agilen Unternehmens entsprochen und die Organisation angepasst werden. Ziel war es, die Instandhaltung in Richtung Lean Smart Maintenance (LSM), welche die Aspekte der Digitalisierung mit Methoden des Lean Managements verknüpft, zu optimieren. Durch die Aufwand-/Nutzen-Betrachtung der identifizierten Optimierungspotenziale kann der Erfolg der Optimierung messbar gemacht werden. Zukünftig wird die Vorgehensmethodik auf weitere Standorte als Basis eines unternehmensinternen Benchmarks ausgeweitet.

Nutzen

Bei Implementierung reduziert LSM den aktuell vorherrschenden hohen Anteil an ungeplanten Stillständen und beinhaltet weitere Maßnahmen, die eine schlanke, dynamisch an Markterfordernisse anpassbare Instandhaltung ermöglichen. Die abgeleiteten Maßnahmen implizieren Optimierungspotenziale, durch die die Effizienz und die Effektivität dauerhaft gesteigert wird.

Projektinhalt

Im ersten Schritt wurde ein Reifegrad-Assessment am Standort durchgeführt, welches die Ist-Situation der Instandhaltung im Unternehmen auf Basis von semistrukturierten Interviews durch sämtliche organisatorischen Ebenen sowie Standortbesichtigungen und Dokumentensichtungen qualitativ erfasst. Dabei wird der Ist-Stand für die einzelnen Kategorien des LSM-Reifegradmodells festgelegt. Auf Basis dieser Ergebnisse wird gemeinsam mit dem Projektteam in einem Konsens-Workshop vor Ort ein gewünschter kurzfristiger Soll-Zustand (welcher in den nächsten zwei Jahren erreicht werden soll) sowie ein langfristiger Soll-Zustand definiert.

Vorgehensmodell zur Einführung von LSM

Es werden 40 Maßnahmen definiert und vom Projektteam priorisiert, um diesen Wunschzustand in die Realität zu überführen. Die Priorisierung erfolgt auf Basis einer teilweise datenbasierten, teilweise erfahrungsbasierten Kosten-/Nutzen-Abschätzung, in welcher der monetäre Investitionsaufwand bzw. personelle Aufwand der EBIT-Wirksamkeit der einzelnen Maßnahmen gegenübergestellt wird. Die einzelnen Maßnahmen werden im Folgenden in sieben themenspezifische Maßnahmenpakete, welche im Zuge von Folgeprojekten abgearbeitet werden, zusammengefasst (Abbildung 2).

Abbildung 2: Definierte Maßnahmenpakete

Als letzter Teilschritt bei der Einführung von LSM im Betrieb erfolgt die Umsetzung der Maßnahmen sowie die Standardisierung der dadurch veränderten Prozesse. Die Realisierung der Aufgaben im Themenfeld Kennzahlen wird – da diese die Basis zur Einführung und Bewertung weiterer Maßnahmenbündel bilden – prior wahrgenommen.


Ansprechperson

Dipl.-Ing. Theresa PASSATH   |   +43 (0) 3842 402 6013   |   theresa.passath@unileoben.ac.at



Weiterführende Literatur
  • Biedermann H. (2016): Lean Smart Maintenance: Wertschöpfende, lernorientierte und ressourceneffiziente Instandhaltung. In Biedermann H. (Hrsg.): Lean Smart Maintenance: Konzepte, Instrumente und Anwendungen für eine effiziente und intelligente Instandhaltung. Köln, TÜV Media, ISBN 3-7406-0096-9, S. 19-29.
  • Kinz A. (2017): Ausgestaltung einer dynamischen, lern- und wertschöpfungsorientierten Instandhaltung. Dissertation, Montanuniversität Leoben.
  • Mertens K., Kinz A., Biedermann H. (2018): Lean Smart Maintenance
  • Bernerstaetter R., Biedermann H., et.al. (2018): Status Quo der Instandhaltung in Österreich: Bechmarkstudie in der DACH-Region 2012-2017