Navigation überspringen

 

 

Kooperationspartner


Egger Holzwerkstoffe GmbH & Co. KG
D-23970 Wismar

Datengestützte Schwachstellenanalyse

ZIEL

Im Zuge dieses Projektes wird gemeinsam mit dem Projektteam von EGGER ein standardisiertes Vorgehen für eine datengestützte Schwachstellenanalyse entwickelt, in welchem datenanalytische Ansätze mit klassischen Methoden der Problemlösung kombiniert werden. Ein standardisiertes Vorgehen führt durch Aufdecken von Potenzialen in der Sensorik, erhöhtem Prozessverständnis und einer effizienteren Ursachenfindung zur Reduktion von Anlagenstillständen und somit zur nachhaltigen Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit.

NUTZEN

Neuartig in diesem Projekt ist das reifegrad-abhängige Vorgehen, mit welchem sichergestellt wird, dass unabhängig von der Qualität der Daten ein standardisiertes Vorgehen für Egger entwickelt wird. Dafür wird im Vorhinein die Unterteilung in einen deskriptiven, diagnostischen und prädiktiven Ansatz zur SSA vorgenommen. So ist es bspw. im diagnostischen Reifegrad möglich, erste Data Mining-Verfahren wie die Assoziationsanalyse zur Unterstützung der Ursachenermittlung anzuwenden, während im deskriptiven Reifegrad noch klassische Problemlösungsmethoden (z.B. Ishikawa-Diagramm) im Vordergrund stehen. Ziel des Projektes ist es auch, dass das gemeinsam mit Egger entwickelte Vorgehen im Anschluss an das Projekt eigenständig von den Mitarbeitern vor Ort - ohne die externe Unterstützung eines Datenanalytikers in Anspruch nehmen zu müssen - angewendet werden kann.

PROJEKTINHALT

Die EGGER Holzwerkstoffe GmbH besitzt und betreibt weltweit über 40 Anlagen zur Beschichtung von Holzwerkstoffplatten. An einem Standort mit drei dieser Beschichtungsanlagen herrscht ein großer Auftragsdruck und gleichzeitig Effizienzsteigerungspotenzial. Ein wesentliches Instrument zur Effizienz- und Effektivitätssteigerung stellt dabei die systematische Schwachstellenanalyse (SSA) im Sinne einer nachhaltigen Anlagenverbesserung dar:

Abbildung: Systematische Schwachstellenanalyse


Während die operative Ebene (z.B. Instandhalter) für die Identifikation, Beseitigung und Dokumentation des Schadens sowie die Ermittlung der Ursache und die Ableitung, Umsetzung und Dokumentation der Maßnahmen zuständig ist, gilt es für die strategisch-operative Ebene (z.B. IH-Leitung), die Schwachstelle (technisch oder organisatorisch) zu identifizieren, die Schäden und Ursachen zu analysieren, und in Koordination mit den unterschiedlichen beteiligten Abteilungen den Nutzen der abgeleiteten Maßnahmen festzustellen, diese zu priorisieren und die Wirksamkeit der umgesetzten Maßnahmen zu überprüfen.

Wie aus den Doppelpfeilen in der Grafik ersichtlich wird, ist in allen Schritten ein durchgängiger Austausch von Informationen (monetär und nicht-monetär) zwischen operativer und strategisch-operativer Ebene für einen erfolgreichen Ablauf der Schwachstellenanalyse unbedingt notwendig.

 

 


ANSPRECHPERSONEN

Dr. Robin Kühnast-Benedikt   |   +43 (0) 3842 402 6030   |   [ E-Mail senden ]
Dipl.-Ing. Florian Kaiser   |   +43 (0) 3842 402 6016   |   [ E-Mail senden ]




Weiterführende Literatur:

  • Biedermann, H. (2017): Lean Smart Maintenance Controlling: Die Schwachstellenanalyse als zentrales Element im Führungssystem der Instandhaltung. In: Biedermann, H. (Hrsg.): Erfolg durch Lean Smart Maintenance: Bausteine und Wege des Wandels: 31. Instandhaltungsforum. Köln: TÜV Media. ISBN 978-3-7406-0243-7, S. 23–36.
  • Bernerstätter, R.; Kühnast, R. (2017): Schwachstellenanalyse zur Gewährleistung der Handlungsfähigkeit in komplexen Systemen. In: Biedermann, H. (Hrsg.): Erfolg durch Lean Smart Maintenance: Bausteine und Wege des Wandels: 31. Instandhaltungsforum. Köln: TÜV Media. ISBN 978-3-7406-0243-7, S. 163–184.
  • Bernerstätter, R.; Kühnast, R. (2019): Data Maturity Assessment – Bewertung der Reife des Datenmanagements für Smart Maintenance. In: BHM Berg- und Hüttenmännische Monatshefte, Jg. 164, Nr. 1, S. 21–25.