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Ersatzteilbewertung


Durch eine erfolgsorientierte Bereitstellung von Reserveteilen soll sichergestellt werden, dass die für die Durchführung von Instandsetzungsmaßnahmen erforderlichen Anlagenteile in der benötigten Qualität und Menge termingetreu am richtigen Ort auf möglichst wirtschaftliche Art und Weise zur Verfügung gestellt werden. Es ist daher wichtig, Selektionsverfahren zu entwickeln, mit deren Hilfe es gelingt, die knappen finanziellen und personellen Ressourcen für Güter in Anspruch zu nehmen, bei denen verstärkte Planungsaktivitäten unter Wirtschaftlichkeitsüberlegungen sinnvoll erscheinen.

Das LSM-Tool "Ersatzteilbewertung" verschafft hierbei einen grundlegenden Überblick, wie man Ersatzteile anhand einer ABC-XYZ-Analyse bewerten kann. Mit Hilfe der ABC-Analyse wird untersucht, wie die mengenmäßige mit der wertmäßigen Struktur des Ersatzteilspektrums zusammenhängt. Damit ist eine Einteilung der Ersatzteile nach ihrem relativen Anteil am Gesamtlagerbestand in A-Teile, B-Teile und C-Teile möglich.

Im Bereich der Ersatzteilwirtschaft werden A-Teile durch klassische Einort-Reserveteile repräsentiert, wobei hinter diesen Teilen eingebaute Teile stehen, deren Ausfall in der Regel hohe Ausfallkosten verursacht. Typisch für diese Teile ist auch, dass sie in eigenen oder durch den Hersteller betriebenen Werkstätten wieder wirtschaftlich instand gesetzt werden können. Das B-Teilespektrum beinhaltet insbesondere Mehrort-Normteile, die selbstständig genutzt werden können und klassische Standardmaschinenbaugruppen darstellen (Pumpen, Getriebe, Motoren, Schalteinrichtungen etc.). Das restliche Bauteilspektrum (C-Teile) wird durch Klein- und Verschleißteile repräsentiert (Schrauben, Dichtungen, etc.).

Durch eine Koppelung der ABC-Analyse mit der XYZ-Analyse werden der Bedarf und der Verbrauch der Ersatzteile in die Bewertung miteinbezogen. X-Teile zeichnen sich durch einen sehr gleichförmigen Bedarfsverlauf aus, weshalb genaue Bedarfsprognosen möglich sind. Y-Güter besitzen einen regelmäßig schwankenden oder trendförmigen Bedarfsverlauf, der eine mittlere Prognosegenauigkeit zulässt. Z-Güter sind durch zufällige Bedarfsverläufe charakterisiert und haben eine äußerst geringe Vorhersagegenauigkeit des Bedarfs (bezogen auf Vergangenheitsdaten). Durch eine gut strukturierte Ersatzteilbewertungsmethodik lassen sich für die unterschiedlichen Ersatzteilgruppen Bewirtschaftungsstrategien ableiten, um für jede Gruppe ein wirtschaftliches Optimum zu erreichen.


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Ansprechperson

Johann JUNGWIRTH MSc    |    +43 (0) 3842 402 6004    |   johann.jungwirth(at)unileoben.ac.at