Navigation überspringen

 

 

Smart Maintenance

Intelligente Instandhaltung


Die Produktion steht in allen Stufen der Wertschöpfungskette immer stärker im Spannungsfeld von Kosten, Qualität, Zeit und Flexibilität. Damit steigen auch die Anforderungen an die Instandhaltung. Die evolutionäre Entwicklung zur Industrie 4.0 soll die Möglichkeiten liefern, diesen Anforderungen gerecht zu werden. Die Instandhaltung gilt als wichtiger Enabler des Wandels der Produktion zur Smart Production im Sinne von Industrie 4.0. Um diesen Wandel unterstützen zu können, bedarf es jedoch selbst einer Weiterentwicklung zur Smart Maintenance.

Smart Maintenance steht für effiziente Instandhaltung und bedingt folgende Schwerpunkte:

  • Datenmanagement
    Die Vielzahl an bereits vorhandenen und durch cyber-physikalische Systeme in Zukunft vermehrt generierten Daten bieten ein unglaubliches Potenzial für die Instandhaltung. Um dieses jedoch optimal nutzen zu können, gilt es ein darauf ausgerichtetes Datenmanagement zu betreiben. Die richtigen Daten erlauben nicht nur eine prädiktive Instandhaltung mittels Störungsprognose, sondern ermöglichen der Instandhaltung auch ihren Wertschöpfungsbeitrag am Unternehmenserfolg darzustellen.
  • Wissensmanagement
    Demografischer Wandel und Fachkräftemangel sowie ein durch Industrie 4.0 verändertes Aufgabenspektrum der Instandhaltung erfordern einen stärkeren Fokus auf den Umgang mit vorhandenem Wissen in den Köpfen der Mitarbeiter. Es gilt Möglichkeiten zu finden, dieses Wissen zu externalisieren, zu speichern und an neue Mitarbeiter weiter zu geben.
  • Lernorientierung
    Im Sinne einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Smart Maintenance gilt es die Instandhaltung lernorientiert auszurichten. Dies gelingt nur durch Integration der wesentlichen Schritte in den Regelkreis der Instandhaltung.
  • Schwachstellenbeseitigung
    Eine nachhaltige Schwachstellenbeseitigung, unterstützt durch Big Data Analytics und geeignete IT-Systeme (IPSA-Systeme), wird zu einer zentralen Aufgabe der Instandhaltung.
  • Mitarbeiterqualifikation
    Der Wandel zur Smart Maintenance erhöht den Kompetenzbedarf für IH-Mitarbeiter sowohl technologisch als auch methodisch und organisatorisch. Nur durch gezielte Qualifikation von Mitarbeitern und Entwicklung von Fachkräften wird der Wandel zur Smart Maintenance gelingen.
  • IH-Strategiemix-Optimierung
    Ein wesentlicher Effizienzfaktor ist die anlagenspezifische Optimierung des Instandhaltungs-Strategiemix. Dieser setzt sich je nach Anforderungen aus reaktiven, präventiven, prädiktiven und proaktiven Maßnahmen zusammen. Unten stehende Abbildung zeigt eine mögliche Vorgehensweise zur Optimierung des Instandhaltungs-Strategiemix, durch gezielten Einsatz von Condition Monitoring und Datenanalyse an zuvor identifizierten kritischen Anlagen. Besonders wichtig ist eine dynamische Anpassung der Instandhaltungsstrategie an sich ändernde Bedingungen.