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Instandhaltung 4.0

IH-Optimierung durch Prognose von Ausfallzeitpunkten und -ursachen

ZIEL

Ziel des Forschungsprojektes ist es, Instandhaltungsmaßnahmen zum richtigen Zeitpunkt zu setzen und dadurch Verschleißfolgen an Anlagen und die daraus resultierenden Kosten zu minimieren, die durch Qualitäts- und Verfügbarkeitsbeeinträchtigungen in der Produktion entstehen.

NUTZEN

Der Nutzen ist die Optimierung der Instandhaltung durch die Prognose von Ausfallzeitpunkten und Ausfallursachen. Dadurch lassen sich Kosten minimieren, indem die Instandhaltungsaktivitäten vorab mit der Produktion abgestimmt werden können. Ein weiterer Vorteil einer vorausschauenden Instandhaltung ist die Reduzierung der Lagerhaltungskosten durch die bedarfsgerechte Bereitstellung von Ersatzteilen.

PROJEKTINHALT

Im Zentrum des Projektes steht die Entwicklung eines Instandhaltungsleitstandes für Maschinen und maschinelle Anlagen, der durch Nutzung unterschiedlicher Datenquellen über abnutzungsrelevante Tatbestände wie Belastung, Umgebungsbedingungen, etc. in der Lage ist, den Ausfallzeitpunkt von Maschinenelementen vorherzusagen. Dadurch ist es möglich, antizipative Instandhaltungsstrategien zu entwickeln, die den Stillstand der Maschine minimieren, die Verfügbarkeit und die Zuverlässigkeit wird dadurch maximiert.

Des Weiteren kann durch die Verknüpfung der Daten aus dem Produktionsprogramm und der Erfassung von Maschinendaten in Echtzeit ein Rückschluss auf die veränderte Produktqualität gezogen werden. Damit ist es möglich, Instandhaltungsmaßnahmen an qualitätsbeeinflussenden Bauelementen zu setzen, bevor sich die Produktqualität jenseits akzeptabler Grenzen verändert.

Die Ableitung der Regeln, die die antizipative Instandhaltungsstrategie beschreiben, erfolgt durch ein Datamining-Modell, welches vom Lehrstuhl für Wirtschafts- und Betriebswissenschaften an der Montanuniversität Leoben entwickelt wurde. Dazu werden historische Daten über die Instandhaltungstätigkeiten mit Qualitätssicherungsdaten, dem Produktionsprogramm und Condition-Monitoring Aufzeichnungen verknüpft. Die sichtbar gewordenen Zusammenhänge bilden den Kern eines Regelkreises, der Zusammenhänge aufzeigt und dadurch mittelfristig zu einer optimalen Instandhaltungsstrategie führt. Damit bietet sich die Möglichkeit, rechtzeitig Maßnahmen zur Ursachenbeseitigung zu ergreifen.

 

 

PROJEKTKONSORTIUM

Technische Universität Wien
(Konsortialführer)

TU Wien - Institut für Managementwissenschaften

TU Wien - Institut für Fertigungstechnik

MU Leoben - Wirtschafts- und Betriebswissenschaften

Fraunhofer
Research GmbH

Opel Wien GmbH

Pimpel GmbH

 

 


ANSPRECHPERSON

Dipl.-Ing. Robert BERNERSTÄTTER   |   +43 (0) 3842 402 6019   |   robert.bernerstaetter(at)unileoben.ac.at